Am 9. Februar war es dann soweit und wir durften die Teilnehmerinnen zum Thema „Vereinbarkeit Pflege und Beruf“ bei uns am Hofkamp begrüßen. Christine Jentzsch vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck, Bergisch Competentia, führte durch den Nachmittag und stellte mit einem kleinen Interview mit Talpflege-Geschäftsführer Mark Kleinknecht das Unternehmen vor. Dabei ging es auch um die aktuellen Lösungen und die Unterstützung der Vergangenheit für Talpflege-Mitarbeitende, die sich in einer Doppelrolle Beruf und Pflege bewegen.
Adelheid von Spee, wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Pflegevereinbarkeit des Kuratoriums Deutsche Altershilfe, zeigte auf, an welchen Hürden Unternehmen übergreifend noch arbeiten. Besonders interessant für die Talpflege war dabei die Situation in Kliniken. Diese haben ebenfalls eine hohe Pflegekompetenz, aber das Nicht-Ansprechen der Doppelbelastung wird lt. Studien deutlich unterschätzt. Mitarbeitende sehen sich in der Situation auf sich gestellt. Die Einführung von Sprechstunden in Kliniken zum Thema habe eine überraschend hohe Resonanz gezeigt.
„Wir haben den Termin selbst zum Anlass genommen, um das Thema im Betrieb sichtbarer zu machen,“ erklärt Mark Kleinknecht, Geschäftsführer der Talpflege, und zeigt auf die Plakate mit den Ansprechpartnerinnen im Unternehmen. „Vielleicht gehen wir trotzdem noch zu selbstverständlich damit um. Sicher können wir nicht sein, dass sich auch die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bei uns meldet, wenn Mutter oder Vater gerade akut durch einen Oberschenkelhalsbruch schnelle Hilfe brauchen." Christina Bauer, Personalverantwortliche bei der Talpflege ergänzt: „Bis dato haben wir unkomplizierte Lösungen für solche Engpässe gefunden. Jetzt gehen wir aber auch aktiv auf unser Team zu.“
Wie gut das Format und das Thema bei der Talpflege angekommen ist, fasst Mark Kleinknecht anschließend zusammen: „Wir haben uns schon den nächsten Termin vorgemerkt, denn der Nachmittag war ausgesprochen produktiv und konstruktiv. Ich kann das Format wirklich nur empfehlen.“
Woher kommt der Pflegeguide?
Seit 2022 gibt es das Landesprogramm „Vereinbarkeit Beruf und Pflege NRW“ mit dem Ziel Mitarbeitende zu entlasten, die neben dem Beruf sich auch um eine pflegebedürftige Person kümmern müssen. Hierfür können in Unternehmen Betriebliche Pflegeguides ausgebildet werden, die als Ansprechperson Nummer Eins Betroffene über ihre Rechte aufklären und mit ihnen gemeinsam gangbare Lösungen suchen. Weitere Informationen finden Sie Online unter https://berufundpflege-nrw.de
Wer ist Bergisch Competentia?
Das vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration geförderte Projekt ist ein Kompetenzzentrum im Bergischen Städtedreieck mit dem Fokus auf Frauen im Berufsleben. Arbeitgeber können dabei begleitet werden, Mädchen für untypische Berufe zu gewinnen und die eigene Attraktivität durch strukturelle Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege zu steigern. Gleichzeitig geht es um das weibliche Fachkräftepotenzial und die fachliche Entwicklung von Frauen – auch bei einem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.
19.02.2026

Christina Bauer
Leitung Verwaltung und Personal
Talpflege GmbH
Hofkamp 87
42103 Wuppertal